TSV Malsch zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister im Unterwasser Rugby

TSV Malsch zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister im Unterwasser Rugby

Mit zwei 1:0-Erfolgen gegen Westmeister DUC Krefeld in der Vorrunde und den Südmeister TC Bamberg im Finale konnte der Tauchsportverein Malsch seinen 2019 errungenen Titel erfolgreich verteidigen. Nachdem die Meisterschaft wegen häufig geschlossener Bäder während der Pandemie in 2020 und 2021 nicht ausgetragen werden konnte, bewies der alte und neue Meister, dass Corona keinen wesentlichen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Teams hatte.

Vorrunde

In der Auftaktbegegnung legte DUC Krefeld gegen Öcher Otter beim 30:0 deutlich vor. Der TC Bamberg tat beim 4:0-Erfolg gegen den Südrivalen DUC Darmstadt nicht mehr als nötig.

Gegen DUC Hamburg war ein deutlicher Sieg das Malscher Ziel, allerdings ohne die eigene Spielkonzeption dem möglichen höheren Ergebnis zu opfern. Das 12:0 zur Pause, nach Körben von Jochen Schottmüller (3), Matthias Otten (2), Michael Visel (2), Florian Visel (2) sowie Christian Förschler, Jürgen Schier und Christian Staubach war das Ergebnis. Nach dem Wechsel führten weitere Körbe von Otten (3), Staubach (2), Martin Schottmüller (2) sowie F.Visel, Darius Hettinger, Fabian Waidele, Markus Heckrath und Collin Laible zum deutlichen 24:0-Erfolg.

DUC Köln gelang in einem sehr ausgeglichenen Spiel gegen die SG Paderborn/Bielefeld erst vier Sekunden vor dem Abpfiff der 3:2-Siegstreffer. Auch im zweiten Spiel setzte DUC Krefeld auf maximale Torausbeute und ließ DUC Hamburg beim 29:0 nicht den Hauch einer Chance. Sehr offensiv und mit einigen Nachwuchsspielern setzte sich TC Bamberg gegen die SG Paderborn-Bielefeld deutlich mit 20:2 durch.

Über die Tordifferenz einen Vorteil für das letzte Vorrundenspiel zu erreichen war nicht das Ziel des TSV Malsch gegen die Öcher Otter, ein 36:0-Sieg wäre notwendig gewesen. So konzentrierten sich die Badener darauf Kräfte zu schonen und mit möglichst wenig Aufwand ihr spielerisches Konzept gegen den DM-Neuling aus dem Westen durchzusetzen. Bis zum Seitenwechsel reichte es durch Körbe von J.Schottmüller (4), Alex Wicht (2) sowie F. Waidele, Sascha Büchner und C.Förschler zu einem deutlichen 9:0-Vorsprung. Nach der Pause kamen die Aachener besser ins Spiel, kämpften aufopferungsvoll in der Abwehr und starteten eigene, wenn auch ungefährliche Angriffe. So konnte sich Malsch mit den weiteren Treffern von C.Laible, erneut A.Wicht, C.Staubach und M.Otten am Ende mit einem 13:0-Sieg zufriedengeben. Der Sieg bedeutete die Qualifikation für das Halbfinale.

Im Duell um den zweiten Platz in der Gruppe B setzte sich DUC Darmstadt mit 5:0 deutlich gegen DUC Köln durch.

Aufgrund der schlechteren Tordifferenz musste für den TSV Malsch gegen DUC Krefeld ein Sieg her, um als Gruppenerster in die Halbfinals einzuziehen. In der Anfangsphase dominierten die Badener deutlich, doch trotz großer Chancen gelang der Führungstreffer nicht. So wurden torlos die Seiten gewechselt. Auch in der zweiten Halbzeit lag das Gros der Chancen auf Malscher Seite und vier Minuten vor dem Ende konnte Jens Dingel einen Konter nach Doppelpass mit Michael Visel am Krefelder Tor erfolgreich zum 1:0 abschließen. Die Westdeutschen versuchten anschließend mit massivem Druck den Ausgleich zu schaffen, eine Zeitstrafe nach Wechselfehler stoppte diesen jedoch doch recht schnell. So konnte das Malscher Team die Führung über die restliche Spielzeit souverän verteidigen und sich damit den Gruppensieg in der Vorrunde sichern.

TC Bamberg sicherte sich nach dem 11:0 gegen DUC Köln Platz eins in Gruppe B. DUC Hamburg zog in einer weiteren Partie gegen Öcher Otter mit 3:7 den Kürzeren. DUC Darmstadt sich Schließlich mit einem deutliche 10:0-Sieg gegen SG Paderborn-Bielefeld durch.

Spiele um Platz 5-8

Im Kampf um die Plätze waren die Nord- und Westvertreter unter sich. Erst in der Verlängerung setzte sich in einem insgesamt sehr ausgeglichenen Spiel die SG Paderborn-Bielefeld mit 2:1 gegen die Öcher Otter durch. DUC Köln bestätigte die aufsteigende Form mit einem 2:0 gegen DUC Hamburg.

Im Spiel um Platz sieben gelang es dann den Aachenern zu punkten und DUC Hamburg auf den achten Platz zu verweisen. DUC Köln ließ im Spiel um Platz fünf dem stark ersatz-geschwächten Team von Paderborn-Bielefeld keine Chance und siegte deutlich mit 5:0.

Halbfinale:

In einem rein Süddeutschen Duell trafen die Mannschaften vom TSV Malsch und von DUC Darmstadt aufeinander. Wie meistens lag das Mehr an Spielanteilen auf Seiten der Badener und bereits in der zweiten Minute konnte Jochen Schottmüller für Malsch den Führungstreffer erzielen. Kurz vor dem Seitenwechsel erhöhte Collin Laible auf 2:0. Nach dem Seitenwechsel ging es weiter mit deutlicher Feldüberlegenheit des TSV Malsch. Nach dem 3:0 in der 22. Minute durch Christian Staubach war das Spiel entschieden.

Die zweite Halbfinalbegegnung zwischen dem TC Bamberg und DUC Krefeld verlief sehr ausgeglichen mit Chancen beider Teams, ohne dass etwas Zählbares zustande kam. Sechs Minuten vor dem Abpfiff nutzten die Franken nach einem Freistoß in Tornähe eine unübersichtliche Situation vor dem Krefelder Tor zum 1:0-Siegtreffer. Damit stand das Finale wie in vielen Jahren zuvor TSV Malsch gegen TC Bamberg fest.

Spiel um Platz 3:

Nach zwei 0:1-Niederlagen gegen die beiden süddeutschen Finalisten, musste das dritte Südteam, DUC Darmstadt den Frust der Krefelder Mannschaft erdulden. Nie gefährdet war der am Ende doch etwas zu hohe 8:0-Erfolg des Niederrheinteams.

Finale:

Ist es normalerweise der TSV Malsch, der in den langjährigen Duellen der beiden Kontrahenten von Beginn an Druck aufbaut, ist in diesem Endspiel etwas überraschend die Bamberger. Die Angriffswellen der Franken konnten allerdings immer wieder gebrochen werden und Mitte der ersten Hälfte fand Malsch immer besser zu seinem Spiel. Trotz einiger gefährlicher Torchancen in den wenigen Entlastungsangriffen des Titelverteidigers ging es torlos in die Halbzeitpause. Nach dem Seitenwechsel war die Partie sehr ausgeglichen, Chancen konnten von beiden Teams nicht verwertet werden. Im letzten Abschnitt wurde der TSV Malsch zunehmend dominierender und in der 23. Minute gelang M.Schottmüller die umjubelte Führung für den TSV Malsch. Die Schussoffensive des TC Bamberg konnte mit Kraft und Routine entschärft werden. Mit dem 1:0-Sieg war der Titel wieder gewonnen und der TSV Malsch zum dritten Mal Deutscher Meister bei den Herren.

Wesentliche Säulen des Erfolgs waren der beispielhafte Teamgeist und die Ausgeglichenheit des Achtzehnerkaders in Punkto Leistungsfähigkeit, was durch viele Spielerwechsel in den Partien genutzt wurde. Ideal um eine ausgewogene Belastung für die Aktiven zu erreichen und die teilweise geschonten Kräfte für die entscheidenden Momente einzusetzen, ging der Matchplan für das Endrundenturnier erfolgreich auf.

Der TSV Malsch hat sich mit diesem Erfolg die Teilnahme am Championscup 2022 24.-27. November in Berlin gesichert. Bei der letzten Austragung 2019 musste das Team nur dem kolumbianischen Meister ORCAS Medellin der Vortritt lassen.

Bericht von Reinhard Schotmüller – Danke 🙂


Ergebnisse

PlatzMannschaft
1TSV Malsch I
2TC Bamberg I
3DUC Krefeld
4DUC Darmstadt
5DUC Köln
6SG Bielefeld Padeborn
7Öcher Otter
8DUC Hamburg
Endtabelle – Deutsche Meisterschaft im Unterwasserrugby 2022

Alle Ergebnisse gibt es hier: http://www.uwr-blog.de/results/?page=results&id=39

WM2019 – Deutschland verpasst WM- Finale – Tag 7

WM2019 – Deutschland verpasst WM- Finale – Tag 7

Die deutschen Herren verloren das Halbfinale gegen den amtierenden Weltmeister mit 2:3 nach Penaltyschießen. Deutschland spielt somit am Samstag um 14.15Uhr gegen Vorrundengegner Dänemark um Platz 3. Die deutschen Damen spielen morgen um 9Uhr gegen Finnland um die Finalteilnahme.

Norwegen beendet deutschen WM- Traum

„Ihr wart die bessere Mannschaft“, lobte Norwegens Kapitän Oyvind Nythus das deutsche Team nach dem Spiel. Am Ende waren es aber wieder einmal die individuellen Ausnahmesportler Norwegens, die den Unterschied machten. Iver Björnerem und Bard- Inge Peterson waren dabei die auffälligsten Akteure.
Ersterer konnte bereits in der 4. Spielminute eine Unsicherheit in der deutschen Abwehr zum 1:0 verwandeln. Schiedsrichterin Kajsa Lindmann war zur Wasseroberfläche gekommen und hatte Deutschland für einen Angriff auf die Ausrüstung verwarnt. Der Mannschaft war kurzzeitig nicht klar, ob es sich um eine Strafzeit handelte, und blieb zu Beginn des Freiwurfs mit sieben Spielern aus dem Wasser. Nur 14 Sekunden nach Anpfiff erzielte Norwegen die Führung. Deutschland hätte mit 6 Spielern im Wasser bleiben dürfen. 
„Wir sind nervös. Der eine mehr, der andere weniger“, hatte Lukas Tadda unmittelbar vor dem Spiel gesagt und ergänzte: „Das ist aber gut. Denn das bedeutet wir sind nah dran“.
Und die Nervosität wurde den deutschen zu Beginn leider zum Verhängnis, gab es doch eigentlich nur wenig Grund dazu. Denn im gesamten Spielverlauf wirkten die Norweger deutlich unsicherer. Nicht nur, dass Norwegen dreimal im Spiel mit dem Ball ins Aus schwamm, auch zahlreiche Torchancen ließen sie zu.
Nach dem Führungstreffer dauerte es nur zwei Minuten bis Sebastian Lange einen erfolgreichen Pass an Lukas Tadda werfen konnte. Dieser konnte direkt den Korb frei räumen, den Ball aber nicht final versenken (6.min).
In Minute 11 brachten dann die Schottmüller- Brüder Deutschland zurück ins Spiel. Martin Schottmüller stürmte halbhoch auf den norwegischen Verteidiger und konnte den Ball unter ihm durch an seinen Bruder Jochen passen, der zum 1:1 über die offene Seite verwandelte.

Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 - J. Schottmüller nach dem Ausgleichstreffer gegen Norwegen (1:1)
Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 – J. Schottmüller nach dem Ausgleichstreffer gegen Norwegen (1:1) – Foto (c) VDST

Im zweiten Durchgang kam Deutschland dann zunehmender besser ins Spiel und übernahm allmählich die Oberhand. Druckphasen mit mehreren Angriffswellen ließen die Norweger nicht aus der eigenen Hälfte kommen. In Minute 23 dann sogar ein Wechselfehler bei Norwegen. Lukas Tadda verpasste nur knapp die Chance zum 2:1 in Überzahl. Der Pass an ihn kam aber zu weit, weshalb er ihn nicht direkt verwerten konnte.

Verlängerung mit weitere Chancen

Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 - Norwegen nach dem Treffer zum 1:0 gegen Deutschland
Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 – Norwegen nach dem Treffer zum 1:0 gegen Deutschland – Foto (C) VDST

Auch in der Verlängerung mit Golden Goal, hatte Deutschland gute Kombination. Die beste Chance der Verlängerung hatte ebenfalls Lukas Tadda in Minute 35., Christian Prowald konnte den Ball aber nicht sauber genug durchstecken, weshalb Norwegen rechtzeitig genug klären konnte.
Die Norweger hingegen hatten ebenfalls ihre Spielanteile. Auffällig oft bei Freiwürfen versuchte das Gespann Björnerem und Peterson eine Kombination am Tor aufzubauen. Drei Minuten vor Ende der Verlängerung dann der Schock. Torwart Hannes Treiber erhielt eine 2- Minuten Zeitstrafe wegen Schulter im Korb. Nach einer Auszeit setzte Norwegen direkt alles auf eine Karte und attackierte massiv. Verteidiger Niklas Tadda konnte aber klären. 

Strafwurfwerfen

Nach einer torlosen Verlängerung, wurde dann die Entscheidung im Strafwurfwerfen gesucht. Norwegen griff zuerst an.
Iver Björnerem, mehrfacher Torschützenkönig der Euro League, verwandelte den ersten Strafwurf gegen Sebastian Lange. Im Anschluss verfehlte Philip Kreißig als erster Schützer gegen Bard- Inge Peterson, wodurch Norwegen in Führung gehen konnte. Peterson erhielt allerdings im Anschluss eine 2- Minuten Strafe wegen Unsportlichkeit. Der Norweger hatte nach dem Auftauchen den Ball vor Freude aus dem Wasser geworfen.
Sebastian Lange brachte Deutschland zurück ins Spiel, als er den zweiten Strafwurf gegen Marius Skare über 45 Sekunden verteidigen konnte. Markus Heckrath glich im Gegenzug gegen Iver Björnerem zum 2:2 aus.
Peterson, der nach der zweiten Runde wieder ins Wasser durfte, trat gegen Kapitän Lukas Tadda an. Beide kannten sich noch gut aus dem WM- Finale 2015 in Cali. Damals hatte Peterson einen Strafwurf von Tadda im Spiel gehalten. Diesmal wollte Tadda den Spieß umdrehen. Jedoch bekam Peterson Tadda bereits sehr früh am Kopf zu packen und verwandelte nach knapp 35 Sekunden zum 3:2.

Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 - Strafwurfwerfen gegen Norwegen
Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 – Strafwurfwerfen gegen Norwegen – Foto (c) VDST

Hannes Treiber als dritter Schütze Deutschlands verpasste dann leider den letzten Strafwurf. Wieder war es Iver Björnerem, der den Ball zu packen bekam und zur Wasseroberfläche bringen konnte.
Norwegen spielt somit in der dritten Weltmeisterschaft in Folge das Finale. Deutschland verpasst hingegen eine weitere Chance den ersten Herren WM- Titel zu holen. Im letzten Spiel des Turniers trifft Deutschland nun nochmals auf Vorrunden- Gegner Dänemark. Dänemark verlor das zweite Halbfinalspiel 0:1 in Verlängerung gegen Kolumbien.

Ausblick:
Die deutschen Damen spielen morgen das Halbfinale gegen Finnland. Die Damen sind fit und haben den freien Tag für eine Schwimmeinheit genutzt. Deutschland, als amtierender Weltmeister, gilt auch hier als Favorit.

Bericht von Torsten Stanschus 


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WM2019 – Damen bezwingen die USA – Tag 4

WM2019 – Damen bezwingen die USA – Tag 4

Die deutschen Damen konnten im letzten Vorrundenspiel einen klaren Sieg gegen die USA einfahren und sich somit den Gruppensieg sichern. Die deutschen Herren hatten spielfrei. 

Deutschland beweist Favoritenrolle um den WM Titel.

Mit einem klaren 11:0 Sieg gegen die USA konnten sich die deutschen Damen den Gruppensieg in der Gruppe A sichern. Dabei konnte die Damen die Gruppenphase nicht nur mit einer makellosen Torbilanz von 23 Toren zu 0 Gegentoren feiern, sondern auch 9 Punkten aus drei Spielen holen.
Der Sieg war dabei nicht nur ein wichtiges Signal in Richtung Mitfavoriten um den WM Titel, sondern auch ein mentaler Befreiungsschlag.
So waren die Damen von Bundestrainer Jörg Oertel nicht vollsten zufrieden mit dem 3:0 Sieg über die Türkei. Der Anspruch an sich selbst wurde aus Sicht der Spielerinnen nicht voll erfüllt.

Bundestrainer Oertel erinnert die Spielerinnen vor dem Spiel somit lautstark an das gemeinsam gesetzte Ziel: „Gebt Vollgas! Für uns, für das Turnier, für die WM.“.
Und die Umsetzung ließ nicht lange auf sich warten. 
Es dauerte nur 37 Sekunden bis Stefanie Nusser das erste Tor für Deutschland bejubeln durfte. Kati Vehlow erhöhte mit einem Doppelpack in Minute 5. und 7. auf 3:0. 
Als in Minute acht die Amerikanerin Judith Helena Prieto wegen Schieben am Korb auf die Strafbank gesetzt wurde, brauchte es nur eine Minute bis Eva- Maria Dietmann das 4:0 erzielte. Stefanie Nusser erhöhte nach Zuspiel von Regina Pavlovic auf 5:0. 

Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 - Regina Pavlovic
Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 – Regina Pavlovic – Foto (C) VDST

In der Schlussphase wurde es dann sogar richtig turbulent am amerikanischen Korb. Zuerst bekommt Maren Janko die gegnerische Torfrau nicht richtig zu packen (13.min). Direkt im Anschluss scheitert Linda Ostendorf nur knapp bei einem weiteren 1 gegen 1 (13.min). Die Druckphase wurde dennoch belohnt, als Laura Büchner das Chaos nutze um die Torposition zu stehlen und ein Zuspiel zum 6:0 verwandelte (15.min). Die USA, die durch ihr 1:1 gegen die Türkinnen und dem 2:0 Sieg gegen Spanien als gefährlicher Gegner eingeordnet wurde, fand nur wenig bis keine Mittel überhaupt nur in Ballbesitz zu kommen.

Und auch nach dem Seitenwechsel blieb Deutschland die bestimmende Mannschaft. Bereits nach drei Minuten erzielte Laura Brockhoff mit ihrem ersten WM Tor das 7:0 (18.min). Maren Janko erhöhte kurze Zeit später zum 8:0 (23.min). Im weiteren Verlauf des Spiels zeigten die Damen dann nochmal ihre Kombinationsqualitäten. Torhüterin Simone Lepper assistierte Linda Ostendorf zum 9:0 (24.min), ehe Nadine Griebl einen Doppelpass am Korb mit Linda Ostendorf zum 10:0 verwandelte. Ostendorf durfte dann auch noch den 11:0 Schlusstreffer erzielen, als sie ein Zuspiel von Nadine Griebl, nach Gewinn einer Klammerei, durch schnellen Konter im amerikanischen Tor versenkte.

Ausblick:

Als Sieger der Gruppe A qualifiziert sich das deutsche Damen Team vorzeitig für das Viertelfinale.
Der Gegner wird dabei im morgigen Spiel um 17Uhr zwischen Gastgeber Österreich und den Spielerinnen aus Kanada entschieden.
Das Viertelfinale findet am Mittwoch um 13Uhr Ortszeit statt.

Die deutschen Herren spielen morgen um 8Uhr gegen Dänemark um den Sieg in Gruppe B. Dänemark reicht dabei, aufgrund des besseren Torverhältnisses, ein Unentschieden. Um sich vorzeitig für das Viertelfinale zu qualifizieren muss das deutsche Team das morgige Spiel gewinnen.
Beide Teams spielen auf Augenhöhe. Das Begegnung zwischen dem amtierenden Vize- Weltmeister Deutschland und dem amtierenden Vize- Europameister Dänemark gilt als das erste Topspiel der noch jungen WM.

Anekdoten:

  • Rüdiger Hüls, ehemaliger UWR Spartenleiter des VDST und Technical Delegat der aktuellen WM, feiert heute seinen 65. Geburtstag. Die deutschen Damen haben ihm nach dem Sieg über die USA ein Geburtstagsständchen gesungen.
  • Die Schiedsrichterleistung dieser WM ist sehr diskutiert. Die bisher meisten Zeitstrafen gab es beim 4:1 von Finnland gegen Australien. Beide Teams waren dabei zeitweise mit nur 4 Spielern im Wasser.
  • Das Wetter in Graz ist sehr wechselhaft. Zwischen kaltem Wind und Platzregen, zu schwüler Luft und Hitzestau in den Zimmern, liegen meist nur wenige Stunden.
  • Die Herren nutzen den freien Spieltag für eine knackige Schwimmeinheit am frühen Morgen. Am Nachmittag wurden dann kräftig die Damen angefeuert.

Bericht von Torsten Stanschus 


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WM2019 – Deutsche Teams weiter in der Erfolgsspur – Tag 3

WM2019 – Deutsche Teams weiter in der Erfolgsspur – Tag 3

Sowohl bei den Herren, wie auch bei den Damen konnten die deutschen Teams ihre zweiten Begegnungen auf der 11ten Unterwasserrugby Weltmeisterschaft für sich entscheiden. 

Deutsche Damen bezwingen die Türkei

„Spielt clever, dann wird es leicht. Spielt nicht clever, dann wird es eben ein hartes Spiel“, ermahnte Tanja Scherer, Co – Trainerin der Damen, ihre Mannschaft bei der Abschlussbesprechung. Jedoch wirkte es so, als wollten es die Damen eher hart angehen. Die Türkei, zwar aktuell amtierender U21 Weltmeister bei den Juniorinnen, glänzte nicht mit Spielideen beim 1 zu 1 Unentschieden im ersten WM Spiel gegen die USA. 
„Die spielen auf halber Höhe. Da ist Luft nach unten“, beschreibte Scherer die Spielweise des Gegners.
Deutschland startete von Beginn an mit druckvollem Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte, tat sich allerdings mit der massiven Verteidigungsstrategie der Türkinnen sichtlich schwer. Den Türkinnen gelangen zwar nach Ballgewinn nur selten Raumgewinne, auf der anderen Seite konnten jedoch Angriffe der deutschen Damen schon oft frühzeitig in der Entstehung entschärft werden.
Erst als mit laufender Spielzeit der Druck am türkischen Tor größer wurde, kam Deutschland in der 5. Spielminute zur ersten großen Torchance. Stürmerin Lisa Morawietz konnte dabei einen Pass auf die offene Seite nicht zur Führung verwandeln. Der Schreck reichte jedoch aus, um den türkischen Trainer Tarkan Laleli zu einer Auszeit zu bewegen.
Bundestrainer Jörg Oertel nutze die Unterbrechung um seine Mannschaft an die Mission zu erinnern und sprach deutliche Worte: 
„Wir sind gestern in die WM gestartet und ziehen das auch bis zum Ende durch. Wir sind B. One!“.
Und die Worte schienen Wirkung gezeigt zu haben. Zwar konnte Deutschland auch in den Folgeminuten kein Tor erzielen, der Einsatz und das Zusammenspiel verbesserten sich jedoch stetig. Einer guten Torchance von Constanze Schrenk (9.Spielminute) folgte ein massiver Gegenstoß, der zum Strafwurf führte.

Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 - Laura Büchner
Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 – Laura Büchner – Foto (C) VDST


Regina Pavlovic eroberte den Ball und setzte sich im Mittelfeld gegen gleich zwei türkische Spielerinnen durch. Am gegnerischen Korb fand sie anschließend mit Eva- Marie Dietmann eine Abnehmerin, die anschließend nur durch eine Schulter im Korb vom Gegner an ihrem ersten WM Tor gehindert wurde. Den darauffolgenden Strafwurf verwandelte Weltmeisterin Laura Büchner souverän von unten gegen die türkische Torhüterin Neclanur Çağan (13.Spielminute).

In der zweiten Halbzeit startete Deutschland sichtlich befreiter ins Spiel und konnte bereits in Minute 19. die Führung auf 2:0 ausbauen. Nadine Griebl und Regina Pavlovic assistierten dabei Kapitänin Stefanie Nusser. Linda Ostendorf erzielte zwei Minuten später ein weiteres Tor zum abschließenden 3:0 Endstand.


Deutsche Herren überrennen WM Neuling Groß- Britannien

Mit 30 Toren in 30 Minuten Spielzeit setze die Mannschaft um Bundestrainer Wilhelm Nier und Co- Trainer Marcel Mohring ein klares Zeichen Richtung WM Titel. Groß- Britannien sollte dabei aber nicht nur als Torlieferant zählen.
„Wir lassen uns nicht auf das Fernduell mit den Dänen ein. Für uns ist es nicht wichtig, dass wir Tore schießen, sondern wie wir diese machen“, setzte Bundestrainer Nier das Ziel für das Spiel. Fernduell beschreibt die aktuelle Ausgangsituation. Dänemark hatte sich im Vorfeld mit einem 37:0 über Groß- Britannien ein deutliches Polster geschaffen. Bei einem Unentschieden am Dienstag früh zwischen Deutschland und Dänemark würde nämlich das Torverhältnis über den Gruppensieg entscheiden. Die Mannschaft mit dem besseren Verhältnis könnte theoretisch auch mit einem Unentschieden den Gruppensieg erzielen und somit auch das Spiel anders angehen. 
Diesen Vorteil wollte aber Deutschland nicht auf Kosten von Ego- Angriffen gewinnen. Das Spiel sollte schnell, die Angriffe aber auch im Team gefahren werden. So fielen im gesamten Spiel ganze 30 Tore. 
Bereits nach 24 Sekunden verwandelte Jens Dingel zum 1:0.
Es folgten Tore von Martin Schottmüller (3.min), Jochen Schottmüller (3.min + 5.min + 11.min), Niklas Tadda (4.min, 10.min), Sebastian Lange (6.min), Philip Kreißig (8.min/ Strafwurf + 12.min + 15.min), Markus Heckrath (9.min) und Lukas Tadda (14.min) zum 14:0 Halbzeitstand.

Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 - Jens Dingel
Weltmeisterschaft im Unterwasserrugby 2019 – Jens Dingel – Foto (C) VDST

Co- Trainer Marcel Mohring war sichtlich zufrieden in der Halbzeit, forderte trotzdem noch weitere Steigerung: „Das war schon perfekt. Jetzt müssen wir nochmal das Tempo erhöhen. Findet noch kürzere und knackigere Pässe“.

Gesagt, getan. In Durchgang zwei erzielte die deutsche Mannschaft dann sogar mit 16 Toren noch 2 mehr als in der ersten Halbzeit. 
Sebastian Lange (17.min), Hannes Treiber (18.min + 25.min + 30.min), Philip Kreißig (18.min + 28.min), Lukas Tadda (20.min + 30.min), Martin Meskes (20.min + 23.min + 26.min), Jochen Schottmüller (22.min + 24.min + 24.min), Jens Dingel (26.min) und Niklas Tadda (27.min) trafen zum 30:0 entstand.

Ausblick:

Die deutschen Herren haben morgen einen spielfreien Tag. Die Mannschaft wird sich für eine Schwimmeinheit treffen und sich mental auf das Gruppenfinale gegen Dänemark am Dienstag früh vorbereiten.
Die Damen spielen um 17Uhr gegen die USA. USA gelten als ernstzunehmender Gegner und konnte bereits beim 1:1 gegen die Türkei ihre Defensive – wie Offensivstärken unter Beweis stellen. Dennoch gelten auch in dieser Begegnung die deutschen Damen als klarer Favorit.

Anekdoten:

  • Die Spiele der beiden österreichischen Teams wurden von toller Stimmung und zahlreicher Fans begleitet. Dabei konnte die vom Ex- Krefelder Jan Kindermann trainierte Damenmannschaft einen überzeugenden 3:2 Arbeitssieg über Dänemark feiern. 
  • Das 52:0 der Norwegerinnen gegen die Damen aus Groß- Britannien dürfte als ein eines der höchsten dokumentierten Siege im Unterwasserrugby eingehen. Es kursieren zwar noch andere Ergebnisse aus alter Vergangenheiten in den Hallen, so wirklich kann aber niemand beantworten welches der Höchste Sieg bisher auf einer WM war.
  • Am gestrigen Spieltag haben, mit Ausnahme vom 1:1 der Türkinnen, alle Teams in der Spielfarbe Blau gewonnen.
  • Ex- Weltmeisterin Monica Rost begleitet die Mannschaft als Physiotherapeut
  • U21 Vizeweltmeister Jannik Graf unterstützt die Delegation vor Ort als Fotograf und Social Media Experte.

Bericht von Torsten Stanschus 


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Spielplan: UWR RESULTS